... am Aschenberg ist Zeuge einer über 1.000-jährigen Tradition im Liebensteiner Raum. Das Schürfen nach Silber, Kobalt, Kupferschiefer und zuletzt auch nach Spat und Eisenerz musste allerdings aus wirtschaftlichen Gründen eingestellt werden. Auf Initiative der Familie Schönau entstand mit Unterstützung durch die Stadtverwaltung und den Liebensteiner Bergbauverein im Jahre 1995 das Schaubergwerk. Im Garten des Wohnhauses in der Inselsbergstraße befinden sich 280 Meter Gleisanlagen mit
den verschiedenen Grubenloks und historischen Förderwagen. Sie wecken schon von weitem die Neugier des Betrachters. Die kleine, rustikale Bergmannsklause beherbergt einen Ausstellungsraum und bietet den Besuchern detaillierte Dokumentationen mit vielen Abbildungen über die Bergbaugeschichte unseres Raumes. Ein umfangreicher Fundus von Kristallen und Mineralien, versteinerte Fossilien, die Knochen eines Höhlenbären, eine Anzahl von Grubenlampen und andere Gegenstände des Bergbaues ergänzen die Ausstellung. Die eigentliche Sehenswürdigkeit, das Schaubergwerk befindet sich in einem Kalksteinmassiv im Garten. Die Entstehung des Riffkalks inmitten des Buntsandsteinlandes am Aschenberg ist wissenschaftlich nicht erklärbar. Bereits im 19. Jahrhundert wurden die Hohlräume im Kalksteinmassiv, im Auftrag einer hier ansässigen Brauerei, bergbautechnisch zu einem Eiskeller ausgebaut. Dieser alte Eiskeller der Familie Schönau war die ideale Voraussetzung für das Schaubergwerk. Herr Walter Schönau ist einer der Wenigen, die aus eigener Erfahrung über die Bergbautradition berichten können. Bei Führungen unter Tage schildert er aus eigenem Erleben die ungewöhnlichen Arbeitsbedingungen und beantwortet gerne Fragen der Besucher. Die ausgestellte Technik gibt einen Einblick in das Grubenrettungswesen. Als ehemaliges Mitglied einer Höhlenforschergruppe ist Herr Schönau auch einer der sachkundigsten Kenner der Höhlensysteme in der Umgebung von Bad Liebenstein.
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