Tel.: +49 (0) 36961 - 69 320

Herzog Georg I.

Leben & Wirken

Herzog Georg I. von Sachsen-Meiningen (1763–1803) ist der eigentliche Begründer Liebensteins. Im Jahr 1798 übernahm er probehalber den Badebetrieb des kleinen Ortes und rührte kräftig die Werbetrommel.

Bereits ein Jahr später bezog er das von seinem Vater erbaute, aber nie genutzte Schloss Altenstein und begann, den Altensteiner Park als englischen Landschaftspark anlegen zu lassen. In Liebenstein entstanden ab Frühjahr 1800 mit der Übernahme des Badeortes das Comödienhaus, der Lange Bau und das Palais. Das Fischerne Schloss ließ Georg zum modernen Curhaus umbauen.

Am 10. August 1800 wurde das Comödienhaus mit einem Maskenball eingeweiht. Georg I. ließ die Herzogliche Hofkapelle zu Opernvorführungen aufspielen. Die Meininger Hofhautboisten begleiteten Festtafeln am Erdfall und Bälle auf Schloss Altenstein. Im Journal des Luxus und der Moden und in der Zeitung für die elegante Welt wurde das neue Modebad Liebenstein Jahr für Jahr ausführlich besprochen und stand Seite an Seite mit Karlsbad, Pyrmont und Wiesbaden.

Zahlreiche Besucher wurden durch Georgs großes Engagement nach Bad Liebenstein gelockt, so u. a. der Dichter Jean Paul, Herzog Carl August von Sachsen-Weimar-Eisenach, Christian August Vulpius, Charlotte von Stein sowie viele Adlige und gut betuchte Bürgerliche dieser Zeit.

Am Heiligabend des Jahres 1803 verstarb Herzog Georg I. von Sachsen-Meiningen völlig unerwartet an den Folgen einer Erkältung. Sein Vermächtnis bilden der Schlosspark Altenstein mit der Altensteiner Höhle, der Ritterkapelle, dem chinesischen Häuschen, dem Luisenthaler Wasserfall und dem Blumenkorb sowie die Anlage des historischen Kurviertels in Bad Liebenstein.

Martin Luther

Reformator
Geschichte

Die Entführung im Glasbachgrund

Am Spätnachmittag des 4. Mai 1521 wurde die Reisegruppe um Martin Luther im Glasbachgrund bei Steinbach – nahe dem heutigen Bad Liebenstein – überfallen. Die Hilfeschreie der Reisenden blieben ungehört, ein Passagier konnte in den Wald entkommen, aber die vermummten Reiter hatten es nur auf eine Person „abgesehen“…. Alles begann dreieinhalb Jahre zuvor, als Martin Luther seine Kritik am Ablasshandel der Kirche formulierte. Der junge Professor an der Wittenberger Universität sandte am 31. Oktober 1517 entsprechende Briefe an den Erzbischof von Magdeburg und Mainz, Albrecht von Brandenburg, und den Ortsbischof von Wittenberg, Hieronymus Schultz, sowie an seinen Ordensbruder Johannes Lang in Erfurt. Doch deren Inhalt blieb nicht lange geheim. Schnell wurden Luthers 95 Thesen der breiten Öffentlichkeit bekannt gemacht – der Buchdruck machte das möglich. Die Resonanz war gewaltig, so gewaltig, dass sie nicht nur die Kirche in Deutschland aufrührte, sondern auch in Rom gehört wurde. Klagen gegen Luther wurden eingereicht und es folgte die Vorladung zum Verhör bei Papst Leo X. Mit diplomatischem Geschick konnte Luthers sächsischer Landesherr, Friedrich der Weise, dies in eine Befragung in Deutschland umwandeln. Knapp ein Jahr nach der Erstveröffentlichung stellte sich Luther in Augsburg dem Papstgesandten. Auch wenn das päpstliche Interesse an Deutschland eher gering war, so sollte doch schnell eine Einigung erzielt werden. Dank seines rhetorischen Geschicks entging Luther einer sofortigen Verurteilung und entzog sich durch Flucht einer späteren Verhaftung. Friedrich der Weise verweigerte kurze Zeit später seine Auslieferung an Rom. Damit kam das Verfahren erst einmal zu einem Stillstand – die Verhandlungen über die Kaisernachfolge bestimmten zunächst die Politik der Kurfürsten und des Papstes.

Luther nutzte die Zeit, um seine Gedanken und Thesen weiter auszuformulieren. Aus der Kritik am Ablasshandel wurde eine Grundsatzkritik, die in der Tradition verurteilter Häretiker wie John Wyclif und Jan Hus steht. Da die Kaiserwahl nicht im Sinne des Papstes entschieden wurde – er hatte eine habsburgische Umklammerung durch Karl V., König von Spanien, vermeiden wollen – und Luthers Erklärungen sich rasant verbreiteten und zunehmend für Unruhe sorgten, wurde die römische Kirche Mitte 1520 wieder tätig. Am 15. Juni wurde eine Bannandrohungsbulle an Luther geschickt, mit der Aufforderung, innerhalb von 60 Tagen seine Lehren zu widerrufen. Besagte 60-Tage-Frist galt aufgrund der langen Reisezeiten im Mittelalter ab Sendungserhalt, doch Luther hatte sich zu dieser Zeit schon von der Papsthörigkeit gelöst. Er verbrannte die Bulle öffentlich und wurde am 3. Januar 1521 exkommuniziert.

Damit galt Luther in den Augen der Kirchenwelt als rechtlos, allerdings half ihm einmal mehr Friedrichs diplomatisches Wirken. So kam es, dass Kaiser Karl V. Luther zur Anhörung auf den Wormser Reichstag zitierte. Doch eine Verteidigung Luthers war gar nicht vorgesehen, vielmehr sollte er nur seine Thesen widerrufen. Das tat Luther nicht, Karl V. verhängte die Reichsacht über ihn. Aus der Kirche ausgeschlossen, rechtlos und vogelfrei: Luther schwebte auf seiner Rückreise gen Wittenberg in Lebensgefahr. Da war es erneut Friedrich der Weise, der seine Hand schützend über ihn hielt. Er beauftragte seinen Geheimsekretär Georg Spalatin mit einem gewagten Plan – Luther soll in Schutzhaft genommen werden. Doch echt musste es wirken, wie ein Raubüberfall, nur wenige durften eingeweiht sein. Und es eilte! Spalatin gelang die Inszenierung – die Beteiligten kannten ihre Rollen und eine geeignete Bühne fand sich im Glasbachgrund bei Steinbach.

Der Ort der Entführung

Das Lutherdenkmal

Dort, wo heute das 1857 gestiftete Lutherdenkmal steht, wurde aus dem Wittenberger Professor Martin Luther der einfache Junker Jörg. Auf riesigen Umwegen führten ihn die „Räuber“ nachts gen Eisenach auf die Wartburg, wo er im Herbst des gleichen Jahres in nur 11 Wochen das Neue Testament ins Deutsche übersetzte. Heute führt der Lutherweg, ein Wanderweg von Eisenach über Bad Liebenstein nach Schmalkalden, die Wanderer direkt am Lutherdenkmal vorbei. Die Geschichte von Luthers Entführung wird seit 2017 auch im Bad Liebensteiner KurTheater auf unterhaltsame und heitere Weise neu inszeniert.

18.11.2017
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Theaterstück „Luthers Entführung“ KurTheater Bad Liebenstein

Theaterstück „Luthers Entführung“

KurTheater Bad Liebenstein
Veranstaltungsort:
Veranstaltungsinformationen:

Beginn: 19:30 Uhr
Veranstaltungsort: KurTheater Bad Liebenstein

Wir schreiben das Jahr 1521: Martin Luther überträgt auf der Wartburg das Neue Testament ins Deutsche. Doch wie kam es dazu? Vier Jahre ist es her, dass Martin Luther seine 95 Thesen veröffentlichte. Seine Ideen finden immer mehr Anhänger, aus Änderungsvorschlägen zur Kirchenpraxis entwickelt sich gerade eine gesamtgesellschaftliche Reformbewegung. Papst und Kaiser sehen das Machtgefüge in Gefahr – und verhängen Kirchenbann und Reichsacht über den „störrischen“ Abweichler. Luther ist „vogelfrei“ und muss um sein Leben fürchten. Da plant sein Gönner – Kurfürst Friedrich der Weise – eine theaterreife Inszenierung im Thüringer Wald …
Erfahren Sie in einem aufregenden Theaterstück die Hintergründe und erleben Sie ein Stück Weltgeschichte in Bad Liebenstein – Kulturregion Wartburg. „Luthers Entführung“ spannt auf humorvolle Weise den Bogen von historisch und regional bedeutsamen Orten und Ereignissen zu einer prickelnden Liebesgeschichte.  Freuen Sie sich auf einen Abend mit Martin Luther als Mensch – nicht als Ikone.

Eintrittskarten für alle Vorstellungen des Theaterstücks „Luthers Entführung“ erhalten Sie in der Bad Liebenstein Information und online unter www.luthers-entführung.de.

Veranstalter:
BAD LIEBENSTEIN GmbH Gesellschaft für Kommunaldienstleistungen und Strukturentwicklung
Bahnhofstraße 22
36448 Bad Liebenstein

Tel.: +49 (0) 36961 69 320

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Funpark Inselsberg

Sommerrodelspaß und Flugaction am Inselsberg

Adresse:
Informationen:

Die Sommerrodelbahn am Inselsberg im Thüringer Wald zwischen Tabarz und Brotterode gehört zu den beliebtesten Ausflugszielen im Thüringer Wald. In dem Edelstahlkanal der Sommerrodelbahn mit 12 Steilkurven können die Rodler mit bis zu 40 km/h ins Tal rauschen, bergauf geht es bequem mit dem automatischen Lifter. Kinder ab 8 Jahren dürfen alleine rodeln, ab 3 Jahren in Begleitung eines Erwachsenen.

Rund um die 1000 m lange Sommerrodelbahn wurde der Inselsberg Funpark ausgebaut, wobei der neue Wie-Flyer sicherlich die spektakulärste Attraktion darstellt. Die Fahrgäste fliegen dabei in Flugzeug-Gondeln mit bis zu 40 km/h durch die Luft. Eine Kollision in der Luft ist dabei ausgeschlossen, da die Flugzeuge mit einer Distanzkontrolle ausgestattet sind. Besonders in den Flugkurven kribbelt es bei den großen und kleinen Piloten. Der Pilot bestimmt die Fluggeschwindigkeit, während der Co-Pilot entweder die Flugklappen steuert oder aber die herrliche Aussicht in den wunderschönen Thüringer Wald genießen kann.

Eine Herausforderung für die Mutigen wartet im Hochseilgarten auf die Besucher des Inselsberg Funparks, eine Kombination aus Kletterübungen und Flying-Fox-Parcours, bei dem die Besucher in bis zu 8 m über dem Boden an Seilrutschen bis zu 60 m durch die Luft fliegen.

Außerdem warten viele aufregende Attraktionen auf die großen und kleinen Besucher: Nautic-Jet, Luna Loop und eine große Trampolinanlage komplettieren das abwechslungsreiche Freizeitangebot. So viel Action macht hungrig und durstig. Im Panorama-Imbiss kann man sich stärken und dabei die Aussicht auf den Funpark und den Thüringer Wald erleben.

Kontakt:
Betriebsstätte Sommerrodelbahn Inselsberg
Kleiner Inselsberg 3
98596 Brotterode-Trusetal
Tel.: +49 (0) 36840 32 370

Zwergen-Park Trusetal

Freizeitpark für die ganze Familie

Adresse:
Informationen:

Der Zwergen-Park ist eine über 5000 m² große Gartenanlage, die wir liebevoll gestaltet haben. Durch den Park fährt unsere Eisenbahn mit Gebimmel, durch einen Tunnel vorbei an einem idyllischen Teich und einem Teil des Geländes. Rechts und links der Schienen gibt es viel zu sehen.

Auf dem gesamten Gelände gibt es über 2500 Zwerge der verschiedensten Art und Größe zu bewundern. Schönes, kurioses, seltsames und witziges wechseln sich ab. Im Zwergen-Park wächst der zurzeit einzige Zwergenbaum. Hier kann man beobachten wie die Zwerge aus den Zwergenfrüchten heranwachsen. Auch aus den Zwergenfrüchten geschlüpfte Zwerge laufen schon umher. Viele schöne Fotomotive garantieren eine bleibende Erinnerung.

Ein imposanter 7 m hoher Kletterfelsen lädt kleine und große Kinder zum alpinen Klettern ein. Eine 18 Loch Zwergen-Golfanlage ist Vergnügen und Spaß für Alt und Jung zugleich. Im Thüringer Gartenzwerg-Museum kann man viel über die Geschichte der Thüringer Gartenzwerge erfahren und sehen. Im Zwergen-Shop wird ein umfangreiches Warensortiment bereitgehalten.

Für das leibliche Wohl sorgt die Zwergen-Schänke (60 Plätze) und der Zwergen-Imbiss Gnomeria mit Biergarten (80 Plätze). Über die Saison verteilt finden zahlreiche Sonderveranstaltungen und Sonderausstellungen statt, über die wir euch auf unserer Internetseite informieren.

Kontakt:
Zwergen-Park Trusetal
Brotterroder Str. 55
98596 Brotterode-Trusetal
Tel.: +49 (0) 36840 40 153

Schaubergwerk Am Aschenberg

Biergarten & Schaubergwerk

Adresse:
Informationen:

Eine große Sammlung von Mineralien und Edelsteinen und eine Unter-Tage-Ausstellung laden Sie zum Betrachten ein. Während einer Führung erhalten Sie einen Einblick in die Arbeit der Bergleute. In der kleinen Parklandschaft hinter dem Schaubergwerk kann man mit einer Original-Grubenbahn einige Runden drehen oder sich an der Modellbahnanlage erfreuen.

  • Essen vom Holzkohlegrill
  • Biergarten im Grünen
  • Hauseigene Heilschnäpse
  • Schaubergwerk mit Verkaufsausstellung Mineralien & Schmuck, Kristallzüchtungen, LGB-Gartenbahn
Kontakt:
Schaubergwerk Am Aschenberg
Inselbergstraße 26
36448 Bad Liebenstein
Tel.: +49 (0) 36961 302 2252

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