Tel.: +49 (0) 36961 - 69 320

Das Kurhaus

Vital Brunnen Bad Liebenstein
Informationen:

In idyllischer Lage am Rande der Stadt Bad Liebenstein befindet sich das Kurhaus. Eingebettet in die natürliche Umgebung des Thüringer Waldes bietet das Kurhaus beste Bedingungen, um Körper und Seele in harmonischen Einklang zu bringen. Besuchen Sie unser Bali-Spa und lernen Sie exotische Länder durch ihre faszinierenden und einzigartigen Massagen kennen und lieben. In unserem Bade-Duo bieten wir Ihnen die Möglichkeit, eine Verwöhn-Zeit zu zweit mit erlesenen Badezusätzen oder ein Bad mit Bad Liebensteiner Heilwasser zu genießen. Unsere Sauna-Lounge lässt Hektik, Zeitdruck und Termine vergessen und bietet Ihnen abwechslungsreiche Saunaaufgüsse. In unserem Physio-Center liegt der Schwerpunkt auf Erhaltung einer hohen Lebensqualität, die unmittelbar mit dem gesundheitlichen Wohlbefinden verbunden ist. Auch Behandlungen im Rahmen einer ambulanten Kur können bei uns durchgeführt werden. ​Ob mit oder ohne Rezept, vereinbaren Sie einfach einen Termin mit uns. In der Salzgrotte schaffen Salzsteine, Salzstalaktiten von der Decke und Totes Meer-Salz unter den Füßen ein optimales Seeklima. Genießen Sie die Wirkung des Salzes in dieser entspannten Atmosphäre. Unser Schwimmbad (14 x 8 m) mit einer herrlichen Liegewiese im Außenbereich und Zugang zum Wassertretbecken lädt zum Schwimmen und Planschen ein. Hier bieten wir Wassergymnastik, Aquafitness, Babyschwimmen und Schwimmlernkurse an. Beim freien Training in unserem Fitness-Studio mit Personal Trainer oder als Mitglied in unseren Fitnesskursen steht Ihnen beim Trainieren ausgebildetes Fachpersonal zur Seite, erklärt die richtige Benutzung der Geräte und gibt Ihnen Tipps zum Training.

Kontakt:
Kurhaus Vital-Brunnen Bad Liebenstein
Esplanade 7a
36448 Bad Liebenstein
Tel.: +49 (0) 36961 73 030

Fit & Vital

Gesundheitsangebote

Das Kurhaus verfügt über zahlreiche Gesundheitsangebote von Aktivwochenenden bis Wellness.

Zu den Angeboten

Liebensteiner Heilwasser

Kur & Gesundheit
Das Liebensteiner Heilwasser

Die Zusammensetzung des Heilwassers

Bad Liebenstein besitzt eine der kohlensäurereichsten Heilquellen Deutschlands. Es handelt sich um einen sogenannten Natrium-Calcium-Chlorid-Hydrogencarbonat-Säuerling. Erstmals 1590 urkundlich erwähnt, bescheinigte der Meininger Physicus Dr. Megenbach bereits im Jahre 1601 dem Wasser eine „geheimnisvolle“ Wirkung. 1610 bestätigte der Universalgelehrte Andreas Libavius (1555–1616) die heilsame Wirkung des Wassers. Seine Abhandlung „Tractatus Medicus Physicus und Historia des fürtrefflichen Casimirianischen SawerBrunnen unter Libenstein nicht fern von Schmalkalden gelegen“ gilt als eine der ersten deutschen Brunnenschriften überhaupt. Heute sprudelt das Heilwasser aus 165 Meter Tiefe. Die Kohlensäuremineralbäder werden in der Bädertherapie vor allem zur Behandlung von Herzerkrankungen und bei Bluthochdruck angewendet. Als Trinkkur eignet sich das Wasser auch gut bei Calcium- und Eisenmangel.

Zusammensetzung des Heilwassers

Die Entdeckung des Heilwassers

Der Sage nach führte einst ein Kuhhirte seine ihm anvertraute Herde täglich in den Liebensteiner Kessel zur Weide. Dieses Gebiet ist eingegrenzt durch den Burg- und Aschenberg und dort befand sich auch der Wassertrog, der von Oberflächenwasser gespeist wurde. Bei einer seiner Kühe, die trächtig war, fiel ihm auf, dass sie ein besonders gesund wirkendes, glänzendes Fell hatte. Um der Sache auf den Grund zu gehen, beobachtete er die Kuh. Er bemerkte, dass diese sich oft abseits der Herde bewegte und sie generell von einem Wasser trank, das aus dem Boden unter einer alten Weide hervorquoll. Neugierig geworden kostete auch er von der Quelle und bemerkte einen besonderen Geschmack. Dies berichtete er seinem Burgherren Herrmann vom Stein zum Liebenstein. Von der offensichtlichen Besonderheit des Wassers überzeugt, ließ dieser die Umgebung der Quelle reinigen.

Die älteste Heilquelle der Region

Der Brunnentempel

Der Tempel umfasst die älteste Quelle der Region, dessen Heilwasser weit über die Grenzen Thüringens hinaus Berühmtheit erlangte.
Der damalige Lehnherr der Burg Liebenstein, Hermann von Stein, ließ 1590 den Platz um die Quelle unterhalb der Burg roden, nachdem Geschichten um die heilende Wirkung des Wassers die Runde machten.

Mehr erfahren

Persönlickeiten

In aller Munde

Viele Künstler und Persönlichkeiten weilten in Bad Liebenstein. Ob Jean Paul, Franz Liszt, Fritz Reuter, Gerhart Hauptmann, Walter Gropius oder Marlene Dietrich: Sie alle wandelten in den Parks, Wiesen und Wäldern, tankten Kraft, lauschten den Kurkonzerten und schätzten das inspirative Ambiente unseres lieblichen Badeortes.

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Die Liebensteiner Romantik

1800–1914
Die Anfänge

Liebensteiner Romantik

Als Liebensteiner Romantik wird die Epoche zwischen 1800 und 1914 bezeichnet. Der Begriff wurde erstmals am 12. November 2012 auf einer kulturhistorischen Podiumsdiskussion im Palais Weimar gebraucht. Seit 1800 prägte das Herzoghaus von Sachsen-Meiningen die Entwicklung des Kurortes Bad Liebenstein. Durch die nahegelegene Sommerresidenz Schloss Altenstein und die damit einhergehende hohe Frequenz von adligen Badegästen und Künstlern aus ganz Europa entwickelte sich dieser Ort im Laufe des 19. Jahrhunderts zu einem mondänen Modebad. Die Herzogsfamilie von Sachsen-Meiningen investierte in die Kurinfrastruktur sowie in Villen, Theater, Parkanlagen, Palais, Gästehäuser und kulturelle Veranstaltungen, die wiederum weiteres Publikum anlockten. Das erhaltene historische Kurviertel mit Brunnentempel, Theater, Palais Weimar, Wandelhalle, Langem Bau, dem Kurhotel Kaiserhof, dem ehemaligen Hotel Herzogin Charlotte, dem Haus Sophie und der Villa Feodora wurde im Laufe des 19. Jahrhunderts angelegt und bebaut und ist bis heute stadtbildprägend.

Definition

Der Begriff der Liebensteiner Romantik ist kulturhistorisch noch nicht etabliert, wird aber zunehmend in Bad Liebenstein selbst zur Bezeichnung einer den Ort prägenden städtebaulichen und kulturhistorischen Epoche – im Sinne eines erweiterten Romantik-Begriffs – verwendet. In Beschreibungen des Bades Liebenstein, insbesondere aus dem 19. Jahrhundert, werden das Bad, seine geografische Lage am Südhang des Thüringer Waldes und seine Sehenswürdigkeiten mit romantisierenden Begrifflichkeiten beschrieben:

„Von welcher Straße her du auch gekommen seyn magst [...], von jeder Seite her stehst du froh betrachtend still, um das unter Fruchtbäumen halbversteckte, am Fuße eines waldigen Hügels ruhende Dorf zum ersten Mal zu grüßen.“

„Wer von unsern Lesern in Liebenstein gewesen ist, der kennt gewiß die unter den riesigen Dolomitfelsen des Altensteins sich hinziehende große Glücksbrunner-Höhle mit ihren labyrinthischen Gängen, eine der sehenswerthesten Merkwürdigkeiten, – nicht blos dieser Gegend, sondern Deutschlands – und erinnert sich auch des wahrhaft zauberhaften Eindrucks, den diese Höhle besonders dann macht, wenn sie an Sonntagen von tausend leuchtenden Flämmchen funkelt und strahlt und durch diese Erleuchtung zu einem Feentempel mit hohen, schimmernden Zaubergewölben verklärt ist, wenn dann die unterirdischen Wasser rauschen, wenn leise Töne durch die weiten gewundenen Gänge ziehen, und sanftes Echo antwortet und die Klänge sich gleichsam suchen wie sehnende Menschenherzen, bis sie sich in treuinniger Liebe gefunden haben.“

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Das Lutherdenkmal

Die Geschichte rund um Luthers Entführung
Geschichte

Die Entführung im Glasbachgrund

Am Spätnachmittag des 4. Mai 1521 wurde die Reisegruppe um Martin Luther im Glasbachgrund bei Steinbach – nahe dem heutigen Bad Liebenstein – überfallen. Die Hilfeschreie der Reisenden blieben ungehört, ein Passagier konnte in den Wald entkommen, aber die vermummten Reiter hatten es nur auf eine Person „abgesehen“…. Alles begann dreieinhalb Jahre zuvor, als Martin Luther seine Kritik am Ablasshandel der Kirche formulierte. Der junge Professor an der Wittenberger Universität sandte am 31. Oktober 1517 entsprechende Briefe an den Erzbischof von Magdeburg und Mainz, Albrecht von Brandenburg, und den Ortsbischof von Wittenberg, Hieronymus Schultz, sowie an seinen Ordensbruder Johannes Lang in Erfurt. Doch deren Inhalt blieb nicht lange geheim. Schnell wurden Luthers 95 Thesen der breiten Öffentlichkeit bekannt gemacht – der Buchdruck machte das möglich. Die Resonanz war gewaltig, so gewaltig, dass sie nicht nur die Kirche in Deutschland aufrührte, sondern auch in Rom gehört wurde. Klagen gegen Luther wurden eingereicht und es folgte die Vorladung zum Verhör bei Papst Leo X. Mit diplomatischem Geschick konnte Luthers sächsischer Landesherr, Friedrich der Weise, dies in eine Befragung in Deutschland umwandeln. Knapp ein Jahr nach der Erstveröffentlichung stellte sich Luther in Augsburg dem Papstgesandten. Auch wenn das päpstliche Interesse an Deutschland eher gering war, so sollte doch schnell eine Einigung erzielt werden. Dank seines rhetorischen Geschicks entging Luther einer sofortigen Verurteilung und entzog sich durch Flucht einer späteren Verhaftung. Friedrich der Weise verweigerte kurze Zeit später seine Auslieferung an Rom. Damit kam das Verfahren erst einmal zu einem Stillstand – die Verhandlungen über die Kaisernachfolge bestimmten zunächst die Politik der Kurfürsten und des Papstes.

Luther nutzte die Zeit, um seine Gedanken und Thesen weiter auszuformulieren. Aus der Kritik am Ablasshandel wurde eine Grundsatzkritik, die in der Tradition verurteilter Häretiker wie John Wyclif und Jan Hus steht. Da die Kaiserwahl nicht im Sinne des Papstes entschieden wurde – er hatte eine habsburgische Umklammerung durch Karl V., König von Spanien, vermeiden wollen – und Luthers Erklärungen sich rasant verbreiteten und zunehmend für Unruhe sorgten, wurde die römische Kirche Mitte 1520 wieder tätig. Am 15. Juni wurde eine Bannandrohungsbulle an Luther geschickt, mit der 

Aufforderung, innerhalb von 60 Tagen seine Lehren zu widerrufen. Besagte 60-Tage-Frist galt aufgrund der langen Reisezeiten im Mittelalter ab Sendungserhalt, doch Luther hatte sich zu dieser Zeit schon von der Papsthörigkeit gelöst. Er verbrannte die Bulle öffentlich und wurde am 3. Januar 1521 exkommuniziert. Damit galt Luther in den Augen der Kirchenwelt als rechtlos, allerdings half ihm einmal mehr Friedrichs diplomatisches Wirken. So kam es, dass Kaiser Karl V. Luther zur Anhörung auf den Wormser Reichstag zitierte. Doch eine Verteidigung Luthers war gar nicht vorgesehen, vielmehr sollte er nur seine Thesen widerrufen. Das tat Luther nicht, Karl V. verhängte die Reichsacht über ihn.

Aus der Kirche ausgeschlossen, rechtlos und vogelfrei: Luther schwebte auf seiner Rückreise gen Wittenberg in Lebensgefahr. Da war es erneut Friedrich der Weise, der seine Hand schützend über ihn hielt. Er beauftragte seinen Geheimsekretär Georg Spalatin mit einem gewagten Plan – Luther soll in Schutzhaft genommen werden. Doch echt musste es wirken, wie ein Raubüberfall, nur wenige durften eingeweiht sein. Und es eilte! Spalatin gelang die Inszenierung – die Beteiligten kannten ihre Rollen und eine geeignete Bühne fand sich im Glasbachgrund bei Steinbach.

Das Denkmal

Das Lutherdenkmal

Dort, wo heute das 1857 gestiftete Lutherdenkmal steht, wurde aus dem Wittenberger Professor Martin Luther der einfache Junker Jörg. Auf riesigen Umwegen führten ihn die „Räuber“ nachts gen Eisenach auf die Wartburg, wo er im Herbst des gleichen Jahres in nur 11 Wochen das Neue Testament ins Deutsche übersetzte. Heute führt der Lutherweg, ein Wanderweg von Eisenach über Bad Liebenstein nach Schmalkalden, die Wanderer direkt am Lutherdenkmal vorbei. Die Geschichte von Luthers Entführung wird seit 2017 auch im Bad Liebensteiner KurTheater auf unterhaltsame und heitere Weise neu inszeniert.

 

Die Wandelhalle

Verkostung des Heilwassers
Kulturelles

Kultur in der Wandelhalle

Die Wandelhalle ist ein 1913 erbautes geräumiges, klassizistisches Gebäude, in dem der Besucher die Möglichkeit hat, das heilsame Wasser der Bad Liebensteiner Heilquellen zu trinken.

Die Gäste müssen beim Kosten des Wassers nicht unbedingt „herumwandeln“, Sie können sich auch gemütlich hinsetzen. Das Wasser ist gratis, Tische und Stühle sind vorhanden, an den Wänden sind Informationstafeln zur Kurstadt und zur Geschichte des Kurwesens angebracht. In der Wandelhalle finden häufig Veranstaltungen wie Konzerte, Puppentheater- und Kabarettvorführungen statt. Es ist Platz für bis zu 180 Zuschauer.

Burgruine Liebenstein

Geschichte
Wissenswertes zur Burgruine Liebenstein

„Dem festen Haus Liebenstein“

Der älteste Teil der Burg Liebenstein entstand bereits vor dem 14. Jahrhundert, vermutlich als Außenposten der Burg Frankenstein (bei Bad Salzungen). Erstmals urkundlich erwähnt wird die Burg 1360 in einem Lehnsbrief. Damals wurde die Familie vom Stein, auf der benachbarten Burg Steyn lebend, vom sächsischen Markgrafen zu Meißen und Landgrafen zu Thüringen, Friedrich dem Strengen, mit „dem festen Haus Liebenstein“ belehnt. Die Gebrüder vom Stein verpflichteten sich dafür, die Burg bei militärischen Auseinandersetzungen zur Verfügung zu stellen. Man geht davon aus, dass sie spätestens ab 1386 die Burg bewohnten, da für dieses Jahr die Finanzierung einer Kapelle auf Burg Liebenstein urkundlich nachgewiesen ist.

Von nun an hieß die Familie vom Stein zum Liebenstein. Im Bauernkrieg 1525 wurde die Burg nicht angegriffen, da Philipp vom Stein auf die Forderungen der Bauern des sogenannten Werrahaufens einging. Ab 1533 war Asmus vom Stein zum Liebenstein Mitbesitzer der Burg, ab 1536 durch einen Erbfall Alleinbesitzer aller Steinschen Güter. Er wählte die Burg um 1548 zum Wohnsitz, ließ sie renovieren und ausbauen. 1554 verlegte er den Eingang zur Kernburg an die heutige Stelle. Eine Zugbrücke verband ihn mit der Ringmauer.

Der zweite Sohn von Asmus, Hermann vom Stein zum Liebenstein, sanierte die Burg ab etwa 1599 und leitete damit deren letzte Blütezeit ein. Diese erreichte ihren Höhepunkt zwischen 1608 und 1618 mit der Erschließung der Heilquelle und der anfänglichen Entwicklung der kleinen Gemeinde Sauerborn unterhalb des Liebensteins zu einem Heilbad. Mit dem Ausbruch des 30-jährigen Kriegs (1618–1648) begann der Niedergang der Burg Liebenstein. Während des Krieges lebten zwar noch zwei Söhne von Hermann auf der Burg, doch Verwüstungen setzten dem Bauwerk zu und die Familie verlor fast alle Kinder. Nach dem Tod des letzten männlichen Nachkommen (1673) fiel die Burg als erledigtes Lehen an Herzog Ernst I. von Sachsen-Gotha (1601–1675). Im Jahre 1678 verließen die letzten Familienmitglieder die Burg. Mit der Gründung des Herzogtums Sachsen-Meiningen erhielt 1681 Herzog Bernhard I. (1649–1706) die Burg Liebenstein

Nach einem Brand verfiel die Burg und galt bereits im 18. Jahrhundert als Ruine. Nach mehrfachen Verkäufen ging sie 1800 an Herzog Georg I. von Sachsen-Meiningen (1761–1803). Dieser ließ Sicherungsarbeiten durchführen und die Bogenbrücke zum Eingang anlegen. 1926 gründete sich die Burggemeinde Liebenstein und kümmerte sich bis zum 2. Weltkrieg um die Erhaltung der Burg. 1932 errichtete sie z.B. den Aussichtsturm und die Blockhütte am Fuße der Ruine. Heute übernehmen die Natur- und Heimatfreunde Bad Liebenstein liebevoll und engagiert diese Aufgabe.

Festlichkeiten

650-Jahre bestehen der Burgruine

2010 feierten die Bad Liebensteiner das 650-jährige Bestehen der Burg. Alle zwei Jahre gibt es hier ein Burgfest mit mittelalterlichem Flair, das bei Gästen und Einheimischen enormen Anklang findet. Das nächste Fest findet 2016 statt. Bei geeignetem Wetter steht die Burg ganzjährig für Besucher offen – als Zeichen weht die Fahne über dem Turm-, auch Führungen sind möglich. Weitere Informationen dazu erhalten Sie in der Bad Liebenstein Information.

Fürstenhaus Palais Weimar

Geschichte
Geschichte des Palais Weimar

Das Fürstenhaus Palais Weimar

Während der Sommermonate galt Liebenstein als Treffpunkt zahlreicher Fürstlichkeiten, die sich bei glänzenden Festen, Maskeraden und Theatervorstellungen vergnügten. Herzog Georg gründete eine Brunnengesellschaft, um Fürstlichkeiten, wohlbegüterte Bürger und Künstler an Liebenstein zu fesseln. Dieser gehörten u. a. an: Jean Paul, Musäus, Mosengeil, Ernst Wagner, Herzog Karl August von Weimar, die Fürsten von Schwarzburg, Reuß und Hessen-Phillipstal, sowie Gelehrte aus allen Teilen Deutschlands. 1803 besuchte Goethefreundin Charlotte von Stein das Kurbad.

Als Herzog Georg I. von Sachsen-Meiningen 1803 starb und Erbprinz Bernhard erst drei Jahre alt war, übernahm seine Witwe die Regentschaft und setzte die Liebenstein betreffenden Pläne ihres Gatten fort. Man begann mit dem Bau des Fürstenhauses, das 1806 als sommerlicher Witwensitz von der Herzogin und ihren drei Kindern bezogen werden konnte. Die zweite Tochter des Herzogs, Ida, heiratete 1816 den Herzog Carl Bernhard von Weimar. 

1836 ging das Haus in ihren Besitz über und hieß seitdem „Palais Weimar“. Mit seiner Vorhalle, die von vier dorischen Säulen gestützt wird, der Kuppel und der großen Freitreppe ist dieses Gebäude ein weiteres architektonisches Kleinod Bad Liebensteins. Zwölf ionische Säulen, Rankenfries und 360 römische Kassetten, die sich nach oben bis zur Glaskuppel verjüngen, geben dieser hohen Kuppel eine symmetrische Gliederung und zeugen vom Kunstsinn des Herzogs.

1834 wurde Liebenstein durch den Besuch der Königin Adelheid von England, erster Tochter von Herzog Georg I. von Sachsen-Meiningen, zu einer „europäischen Hofburg“, wo sich „gekrönte Häupter“, betresste Minister sowie der Brief- und Geldadel ein Stelldichein gaben. Nach 1900 ging das „Palais Weimar“ an mehrere Badebesitzer über, u. a. an Graf Wiser und die Gräfin Rüdiger. Seit 1935 war es Klubhaus für Kurgäste und beherbergt seit 1972 die Stadt- und Kurbibliothek.