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Persönlickeiten

In aller Munde

Viele Künstler und Persönlichkeiten weilten in Bad Liebenstein. Ob Jean Paul, Franz Liszt, Fritz Reuter, Gerhart Hauptmann, Walter Gropius oder Marlene Dietrich: Sie alle wandelten in den Parks, Wiesen und Wäldern, tankten Kraft, lauschten den Kurkonzerten und schätzten das inspirative Ambiente unseres lieblichen Badeortes.

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Die Liebensteiner Romantik

1800–1914
Die Anfänge

Liebensteiner Romantik

Als Liebensteiner Romantik wird die Epoche zwischen 1800 und 1914 bezeichnet. Der Begriff wurde erstmals am 12. November 2012 auf einer kulturhistorischen Podiumsdiskussion im Palais Weimar gebraucht. Seit 1800 prägte das Herzoghaus von Sachsen-Meiningen die Entwicklung des Kurortes Bad Liebenstein. Durch die nahegelegene Sommerresidenz Schloss Altenstein und die damit einhergehende hohe Frequenz von adligen Badegästen und Künstlern aus ganz Europa entwickelte sich dieser Ort im Laufe des 19. Jahrhunderts zu einem mondänen Modebad. Die Herzogsfamilie von Sachsen-Meiningen investierte in die Kurinfrastruktur sowie in Villen, Theater, Parkanlagen, Palais, Gästehäuser und kulturelle Veranstaltungen, die wiederum weiteres Publikum anlockten. Das erhaltene historische Kurviertel mit Brunnentempel, Theater, Palais Weimar, Wandelhalle, Langem Bau, dem Kurhotel Kaiserhof, dem ehemaligen Hotel Herzogin Charlotte, dem Haus Sophie und der Villa Feodora wurde im Laufe des 19. Jahrhunderts angelegt und bebaut und ist bis heute stadtbildprägend.

Definition

Der Begriff der Liebensteiner Romantik ist kulturhistorisch noch nicht etabliert, wird aber zunehmend in Bad Liebenstein selbst zur Bezeichnung einer den Ort prägenden städtebaulichen und kulturhistorischen Epoche – im Sinne eines erweiterten Romantik-Begriffs – verwendet. In Beschreibungen des Bades Liebenstein, insbesondere aus dem 19. Jahrhundert, werden das Bad, seine geografische Lage am Südhang des Thüringer Waldes und seine Sehenswürdigkeiten mit romantisierenden Begrifflichkeiten beschrieben:

„Von welcher Straße her du auch gekommen seyn magst [...], von jeder Seite her stehst du froh betrachtend still, um das unter Fruchtbäumen halbversteckte, am Fuße eines waldigen Hügels ruhende Dorf zum ersten Mal zu grüßen.“

„Wer von unsern Lesern in Liebenstein gewesen ist, der kennt gewiß die unter den riesigen Dolomitfelsen des Altensteins sich hinziehende große Glücksbrunner-Höhle mit ihren labyrinthischen Gängen, eine der sehenswerthesten Merkwürdigkeiten, – nicht blos dieser Gegend, sondern Deutschlands – und erinnert sich auch des wahrhaft zauberhaften Eindrucks, den diese Höhle besonders dann macht, wenn sie an Sonntagen von tausend leuchtenden Flämmchen funkelt und strahlt und durch diese Erleuchtung zu einem Feentempel mit hohen, schimmernden Zaubergewölben verklärt ist, wenn dann die unterirdischen Wasser rauschen, wenn leise Töne durch die weiten gewundenen Gänge ziehen, und sanftes Echo antwortet und die Klänge sich gleichsam suchen wie sehnende Menschenherzen, bis sie sich in treuinniger Liebe gefunden haben.“

Das Lutherdenkmal

Die Geschichte rund um Luthers Entführung
Geschichte

Die Entführung im Glasbachgrund

Am Spätnachmittag des 4. Mai 1521 wurde die Reisegruppe um Martin Luther im Glasbachgrund bei Steinbach – nahe dem heutigen Bad Liebenstein – überfallen. Die Hilfeschreie der Reisenden blieben ungehört, ein Passagier konnte in den Wald entkommen, aber die vermummten Reiter hatten es nur auf eine Person „abgesehen“…. Alles begann dreieinhalb Jahre zuvor, als Martin Luther seine Kritik am Ablasshandel der Kirche formulierte. Der junge Professor an der Wittenberger Universität sandte am 31. Oktober 1517 entsprechende Briefe an den Erzbischof von Magdeburg und Mainz, Albrecht von Brandenburg, und den Ortsbischof von Wittenberg, Hieronymus Schultz, sowie an seinen Ordensbruder Johannes Lang in Erfurt. Doch deren Inhalt blieb nicht lange geheim. Schnell wurden Luthers 95 Thesen der breiten Öffentlichkeit bekannt gemacht – der Buchdruck machte das möglich. Die Resonanz war gewaltig, so gewaltig, dass sie nicht nur die Kirche in Deutschland aufrührte, sondern auch in Rom gehört wurde. Klagen gegen Luther wurden eingereicht und es folgte die Vorladung zum Verhör bei Papst Leo X. Mit diplomatischem Geschick konnte Luthers sächsischer Landesherr, Friedrich der Weise, dies in eine Befragung in Deutschland umwandeln. Knapp ein Jahr nach der Erstveröffentlichung stellte sich Luther in Augsburg dem Papstgesandten. Auch wenn das päpstliche Interesse an Deutschland eher gering war, so sollte doch schnell eine Einigung erzielt werden. Dank seines rhetorischen Geschicks entging Luther einer sofortigen Verurteilung und entzog sich durch Flucht einer späteren Verhaftung. Friedrich der Weise verweigerte kurze Zeit später seine Auslieferung an Rom. Damit kam das Verfahren erst einmal zu einem Stillstand – die Verhandlungen über die Kaisernachfolge bestimmten zunächst die Politik der Kurfürsten und des Papstes.

Luther nutzte die Zeit, um seine Gedanken und Thesen weiter auszuformulieren. Aus der Kritik am Ablasshandel wurde eine Grundsatzkritik, die in der Tradition verurteilter Häretiker wie John Wyclif und Jan Hus steht. Da die Kaiserwahl nicht im Sinne des Papstes entschieden wurde – er hatte eine habsburgische Umklammerung durch Karl V., König von Spanien, vermeiden wollen – und Luthers Erklärungen sich rasant verbreiteten und zunehmend für Unruhe sorgten, wurde die römische Kirche Mitte 1520 wieder tätig. Am 15. Juni wurde eine Bannandrohungsbulle an Luther geschickt, mit der 

Aufforderung, innerhalb von 60 Tagen seine Lehren zu widerrufen. Besagte 60-Tage-Frist galt aufgrund der langen Reisezeiten im Mittelalter ab Sendungserhalt, doch Luther hatte sich zu dieser Zeit schon von der Papsthörigkeit gelöst. Er verbrannte die Bulle öffentlich und wurde am 3. Januar 1521 exkommuniziert. Damit galt Luther in den Augen der Kirchenwelt als rechtlos, allerdings half ihm einmal mehr Friedrichs diplomatisches Wirken. So kam es, dass Kaiser Karl V. Luther zur Anhörung auf den Wormser Reichstag zitierte. Doch eine Verteidigung Luthers war gar nicht vorgesehen, vielmehr sollte er nur seine Thesen widerrufen. Das tat Luther nicht, Karl V. verhängte die Reichsacht über ihn.

Aus der Kirche ausgeschlossen, rechtlos und vogelfrei: Luther schwebte auf seiner Rückreise gen Wittenberg in Lebensgefahr. Da war es erneut Friedrich der Weise, der seine Hand schützend über ihn hielt. Er beauftragte seinen Geheimsekretär Georg Spalatin mit einem gewagten Plan – Luther soll in Schutzhaft genommen werden. Doch echt musste es wirken, wie ein Raubüberfall, nur wenige durften eingeweiht sein. Und es eilte! Spalatin gelang die Inszenierung – die Beteiligten kannten ihre Rollen und eine geeignete Bühne fand sich im Glasbachgrund bei Steinbach.

Das Denkmal

Das Lutherdenkmal

Dort, wo heute das 1857 gestiftete Lutherdenkmal steht, wurde aus dem Wittenberger Professor Martin Luther der einfache Junker Jörg. Auf riesigen Umwegen führten ihn die „Räuber“ nachts gen Eisenach auf die Wartburg, wo er im Herbst des gleichen Jahres in nur 11 Wochen das Neue Testament ins Deutsche übersetzte. Heute führt der Lutherweg, ein Wanderweg von Eisenach über Bad Liebenstein nach Schmalkalden, die Wanderer direkt am Lutherdenkmal vorbei. Die Geschichte von Luthers Entführung wird seit 2017 auch im Bad Liebensteiner Comödienhaus auf unterhaltsame und heitere Weise neu inszeniert.

 

Die Wandelhalle

Verkostung des Heilwassers
Kulturelles

Kultur in der Wandelhalle

Die Wandelhalle ist ein 1913 erbautes geräumiges, klassizistisches Gebäude, in dem der Besucher die Möglichkeit hat, das heilsame Wasser der Bad Liebensteiner Heilquellen zu trinken.

Die Gäste müssen beim Kosten des Wassers nicht unbedingt „herumwandeln“, Sie können sich auch gemütlich hinsetzen. Das Wasser ist gratis, Tische und Stühle sind vorhanden, an den Wänden sind Informationstafeln zur Kurstadt und zur Geschichte des Kurwesens angebracht. In der Wandelhalle finden häufig Veranstaltungen wie Konzerte, Puppentheater- und Kabarettvorführungen statt. Es ist Platz für bis zu 180 Zuschauer.

Burgruine Liebenstein

Geschichte
Wissenswertes zur Burgruine Liebenstein

„Dem festen Haus Liebenstein“

Der älteste Teil der Burg Liebenstein entstand bereits vor dem 14. Jahrhundert, vermutlich als Außenposten der Burg Frankenstein (bei Bad Salzungen). Erstmals urkundlich erwähnt wird die Burg 1360 in einem Lehnsbrief. Damals wurde die Familie vom Stein, auf der benachbarten Burg Steyn lebend, vom sächsischen Markgrafen zu Meißen und Landgrafen zu Thüringen, Friedrich dem Strengen, mit „dem festen Haus Liebenstein“ belehnt. Die Gebrüder vom Stein verpflichteten sich dafür, die Burg bei militärischen Auseinandersetzungen zur Verfügung zu stellen. Man geht davon aus, dass sie spätestens ab 1386 die Burg bewohnten, da für dieses Jahr die Finanzierung einer Kapelle auf Burg Liebenstein urkundlich nachgewiesen ist.

Von nun an hieß die Familie vom Stein zum Liebenstein. Im Bauernkrieg 1525 wurde die Burg nicht angegriffen, da Philipp vom Stein auf die Forderungen der Bauern des sogenannten Werrahaufens einging. Ab 1533 war Asmus vom Stein zum Liebenstein Mitbesitzer der Burg, ab 1536 durch einen Erbfall Alleinbesitzer aller Steinschen Güter. Er wählte die Burg um 1548 zum Wohnsitz, ließ sie renovieren und ausbauen. 1554 verlegte er den Eingang zur Kernburg an die heutige Stelle. Eine Zugbrücke verband ihn mit der Ringmauer.

Der zweite Sohn von Asmus, Hermann vom Stein zum Liebenstein, sanierte die Burg ab etwa 1599 und leitete damit deren letzte Blütezeit ein. Diese erreichte ihren Höhepunkt zwischen 1608 und 1618 mit der Erschließung der Heilquelle und der anfänglichen Entwicklung der kleinen Gemeinde Sauerborn unterhalb des Liebensteins zu einem Heilbad. Mit dem Ausbruch des 30-jährigen Kriegs (1618–1648) begann der Niedergang der Burg Liebenstein. Während des Krieges lebten zwar noch zwei Söhne von Hermann auf der Burg, doch Verwüstungen setzten dem Bauwerk zu und die Familie verlor fast alle Kinder. Nach dem Tod des letzten männlichen Nachkommen (1673) fiel die Burg als erledigtes Lehen an Herzog Ernst I. von Sachsen-Gotha (1601–1675). Im Jahre 1678 verließen die letzten Familienmitglieder die Burg. Mit der Gründung des Herzogtums Sachsen-Meiningen erhielt 1681 Herzog Bernhard I. (1649–1706) die Burg Liebenstein.

Nach einem Brand verfiel die Burg und galt bereits im 18. Jahrhundert als Ruine. Nach mehrfachen Verkäufen ging sie 1800 an Herzog Georg I. von Sachsen-Meiningen (1761–1803). Dieser ließ Sicherungsarbeiten durchführen und die Bogenbrücke zum Eingang anlegen. 1926 gründete sich die Burggemeinde Liebenstein und kümmerte sich bis zum 2. Weltkrieg um die Erhaltung der Burg. 1932 errichtete sie z.B. den Aussichtsturm und die Blockhütte am Fuße der Ruine. Heute übernehmen die Natur- und Heimatfreunde Bad Liebenstein liebevoll und engagiert diese Aufgabe.

Festlichkeiten

650-Jahre bestehen der Burgruine

2010 feierten die Bad Liebensteiner das 650-jährige Bestehen der Burg. Alle zwei Jahre gibt es hier ein Burgfest mit mittelalterlichem Flair, das bei Gästen und Einheimischen enormen Anklang findet. Das nächste Fest findet 2018 statt. Bei geeignetem Wetter steht die Burg ganzjährig für Besucher offen – als Zeichen weht die Fahne über dem Turm-, auch Führungen sind möglich. Weitere Informationen dazu erhalten Sie in der Bad Liebenstein Information.

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Fürstenhaus Palais Weimar

Geschichte
Geschichte des Palais Weimar

Das Fürstenhaus Palais Weimar

Während der Sommermonate galt Liebenstein als Treffpunkt zahlreicher Fürstlichkeiten, die sich bei glänzenden Festen, Maskeraden und Theatervorstellungen vergnügten. Herzog Georg gründete eine Brunnengesellschaft, um Fürstlichkeiten, wohlbegüterte Bürger und Künstler an Liebenstein zu fesseln. Dieser gehörten u. a. an: Jean Paul, Musäus, Mosengeil, Ernst Wagner, Herzog Karl August von Weimar, die Fürsten von Schwarzburg, Reuß und Hessen-Phillipstal, sowie Gelehrte aus allen Teilen Deutschlands. 1803 besuchte Goethefreundin Charlotte von Stein das Kurbad.

Als Herzog Georg I. von Sachsen-Meiningen 1803 starb und Erbprinz Bernhard erst drei Jahre alt war, übernahm seine Witwe die Regentschaft und setzte die Liebenstein betreffenden Pläne ihres Gatten fort. Man begann mit dem Bau des Fürstenhauses, das 1806 als sommerlicher Witwensitz von der Herzogin und ihren drei Kindern bezogen werden konnte. Die zweite Tochter des Herzogs, Ida, heiratete 1816 den Herzog Carl Bernhard von Weimar. 

1836 ging das Haus in ihren Besitz über und hieß seitdem „Palais Weimar“. Mit seiner Vorhalle, die von vier dorischen Säulen gestützt wird, der Kuppel und der großen Freitreppe ist dieses Gebäude ein weiteres architektonisches Kleinod Bad Liebensteins. Zwölf ionische Säulen, Rankenfries und 360 römische Kassetten, die sich nach oben bis zur Glaskuppel verjüngen, geben dieser hohen Kuppel eine symmetrische Gliederung und zeugen vom Kunstsinn des Herzogs.

1834 wurde Liebenstein durch den Besuch der Königin Adelheid von England, erster Tochter von Herzog Georg I. von Sachsen-Meiningen, zu einer „europäischen Hofburg“, wo sich „gekrönte Häupter“, betresste Minister sowie der Brief- und Geldadel ein Stelldichein gaben. Nach 1900 ging das „Palais Weimar“ an mehrere Badebesitzer über, u. a. an Graf Wiser und die Gräfin Rüdiger. Seit 1935 war es Klubhaus für Kurgäste und beherbergt seit 1972 die Stadt- und Kurbibliothek.

Schloss & Park Glücksbrunn

Spätbarocker Thüringer Schlossbau

Schloss & Park Glücksbrunn

Schloss Glücksbrunn ist ein bedeutender spätbarocker Thüringer Schlossbau, der 1703 durch den damaligen kursächsischen Hofrat Johann Friedrich Trier errichtet wurde. Bereits seit 1701 hatte die Familie Trier in Schweina einzelne Berg- und Schmelzhütten aufgekauft und damit den örtlichen Bergbau wiederbelebt. In den darauffolgenden Jahrhunderten wechselten die Eigentümer des Schlosses. Es befindet sich heute im Privatbesitz der Familie Täfler und wird seitdem liebevoll restauriert.

Das Schloss ist vom Glücksbrunner Park umgeben, an dessen östlichen Ende sich der Eingang zur Altensteiner Höhle befindet.

Laurentiuskirche Schweina

Historisches Gebäude

Geschichte

Der erste, der das Evangelium von Jesus Christus in unserem thüringisch-fränkischen Raum verkündete, war wohl zu Beginn des 8. Jahrhunderts der Missionar Bonifatius. In Ohrdruf und Fulda gründete er Klöster, und in seinem Auftrag wurden am Altenstein und am Glasbach kleine Kapellen errichtet. Daher heißt ein Felsen nahe dem Schloss Altenstein „Bonifatiusfelsen“. Später wurde unterhalb des Altenstein – im heutigen Schweina – eine Kapelle der Heiligen Katharina geweiht. Auch auf dem Antoniusberg stand von 1183 bis ins 15. Jahrhundert eine Kapelle, die dem gleichnamigen Heiligen der Viehhirten geweiht war. 

Die Gemeinde wurde damals von Mönchen aus dem Kloster Frauenbreitungen betreut. Vermutlich im 14. Jahrhundert bekam Schweina dann einen eigenen Pfarrer. 1513 wurde der Grundstein zur jetzigen Kirche gelegt. Sie hatte ursprünglich einen anderen Turm als heute. Bis zu seiner Zerstörung im 30-jährigen Krieg war er viereckig mit beschiefertem Helm und besaß an jeder Ecke ein kleines Ecktürmchen. Das war für jedermann das Zeichen, dass die Gemeinde über eine eigene Gerichtsbarkeit verfügte.

Altensteiner Höhle

Thüringens älteste Schau- und Naturhöhle
Gästeführung

Besuchen Sie mit uns Thüringens älteste Schau- und Naturhöhle! Einst von Herzog Georg I. erschlossen, erleben Sie bei Ihrem Rundgang bizarr geformte Hohlräume, den Höhlendom mit seiner einzigartigen Akustik, sowie den Höhlensee, worauf zu Herzogs Zeiten Kahnpartien unternommen wurden. Vielleicht zeigt sich sogar der Höhlenbär?!

zu den Gästeführungen

Geschichte

Bergleute entdeckten die Höhle zu Altenstein am 28. Juni 1799 bei Sprengarbeiten, die für den Bau einer Straße nach Schloss Altenstein nötig waren. Die Chronik über die Pfarrgemeinde Schweina, geführt vom Pfarrer Johannes Walch, berichtet dazu Folgendes: „Unstreitig war die Entdeckung der Höhle unter dem Hohlen Stein hinter dem Glücksbrunnischen Garten im Juni dieses Jahres das Merkwürdigste für die hiesige Gegend. Die beiden Bergleute Valtin Göcking und Johannes Schulz von hier sprengten Felsen zur Anlage der Chaussee und es zeigte sich am Ende des Hohlen Steins eine Öffnung ½ Schuh breit und 5 Schuhe lang, aus welcher Wetter also Luft gingen. Sogleich wurde sie auf der Stelle erweitert und schon am ersten Tage mußte Göcking die Höhle, welche 10 Schuh tief war, genauer untersuchen. Unten zeigte sich wieder eine andere Öffnung, von der Größe eines kleinen Kellers nach Osten zu, in welche man den 16jährigen Bergbursch Christoph Horst hinunter schob. Hier zeigte sich abermals eine Kluft, durch welche sich Schulz zuerst wagte und aufs Neue eine Höhle von der Größe und Höhe einer Rute entdeckte […].“ Zunächst überlegte man, den Eingang der Höhle wieder zu verfüllen. Doch Herzog Georg I. (1761–1803) entschied anders: Er hatte die Höhle am Tage nach der Entdeckung besichtigt und gab ihre Erschließung in Auftrag.

Mythologie

Der Altensteiner Bär

„Eine Entdeckung führte nun zur anderen und so gelangte man schon dieses Jahr bis an das Glückbrunner unterirdische Wasser. Die in der Höhle gefundenen Knochen sollen nach der seltsamen Hypothese des Prof. Blumenbach Reste des Höhlenbärs, einer aufgegangenen Tiergattung sein. So war doch ihre Erscheinung auf einmal erklärt und man beseitigte dabei alte Geogonire der Alten, die sie in Mythen vortrugen.“ Die Altensteiner Höhle und ihr Eingang liegen zu Fuße des Altensteiner Parks, unterhalb der Straße, die von Schweina zum Schloss Altenstein führt. Höhlenbesichtigungen sind donnerstags und samstags während einer Führung möglich. Auf 280 Metern Weg erfahren Sie in ca. 45 Minuten alles über die geologischen Besonderheiten, die Erschließungsgeschichte und bekommen manche Anekdote präsentiert. Ein außergewöhnliches Erlebnis ist der Besuch der Konzerte oder Theateraufführungen im sogenannten „Höhlendom“, einem der größten Räume der Schauhöhle.