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Festwoche »500 Jahre Luthers Entführung«

Mai 2022

Das Jubiläum

»500 Jahre Luthers Entführung«

Am 4. Mai 2021 jährt sich das weltbedeutende Ereignis zum 500. Mal.

Doch Martin Luther ohne Publikum? Undenkbar – seine Predigten und Schriften für die breite Masse hätten ohne Publikum nicht die Popularität erlangt, mit der sie sich in Europa und der Welt verbreitet haben. Auch in diesem Jubiläumsjahr wäre die Festwoche ohne oder nur mit einer limitierten Anzahl von Zuschauern nicht vorstellbar. Es soll ein rauschendes Jubiläum werden. Immerhin feiern wir den Ausgangspunkt von Martin Luthers Bibelübersetzung: die Scheingefangennahme im Glasbachgrund bei Steinbach, dem Bergdorf nahe Bad Liebenstein. Deshalb wird die Luther-Festwoche um ein Jahr verschoben. Wir zelebrieren Martins Entführung - ein Jahr später, und das ganz groß.

Lassen wir das 500. Jubiläum vollkommen ausfallen und Luthers Rückreise von Worms nach Wittenberg unkommentiert? Nein, auf keinen Fall – eine E-Kutsche ist auf dem »Lutherweg 1521« auf Luthers Spuren unterwegs – ganz so wie Martin Luther auch reisen würde, lebte er in der heutigen Zeit.

In Worms startet Ende April die nostalgische, pferdelose und damit tier- und umweltfreundliche Kutsche und wird am 4. Mai am Entführungsort Martin Luthers, dem Glasbachgrund, erwartet.

Vorschau 2022

»500+1«

Freut euch auf das Frühjahr 2022 mit den großen Jubiläumsfeierlichkeiten: Festgottesdienste, Vorträge und Konzerte in Steinbach, das Volksstück »Luthers Entführung« im Bad Liebensteiner Comödienhaus, die große Event-Wanderung von Möhra auf die Wartburg mit Szenen aus dem Theaterstück an den Originalschauplätzen und einen mittelalterlichen Luthermarkt in Steinbach.

Die Geschichte

Luthers Entführung

Alles begann mit der ersten Kriminalgeschichte der frühen Neuzeit. Eine hinterrücks geplante Entführung setzte den Startpunkt zu tiefgreifenden Veränderungen der europäischen Kultur und Gesellschaft.

Am Spätnachmittag des 4. Mai 1521 wird Martin Luthers Reisegruppe auf dem Weg von Worms nach Wittenberg im Glasbachgrund unterhalb des Bergdorfes Steinbach überfallen. Ein Mitreisender kann in den dichten Wald entkommen, aber die vermummten Reiter haben es auf Martin Luther abgesehen. Luther wird auf die 30 Kilometer entfernte Wartburg bei Eisenach verschleppt. Dort, wo heute das 1857 gestiftete Lutherdenkmal steht, wurde aus dem Wittenberger Professor der einfache Junker Jörg. Auf der Wartburg übersetzte er im Herbst 1521 das Neue Testament der Bibel aus dem Altgriechischen ins Deutsche und prägte damit Sprache, Kultur und Gesellschaft.

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