Bad Liebensteinund seine Ortsteile

Landschaftsaufnahme mit Blick auf Bad Liebenstein und Burgruine, umgeben von Wald und Natur

Mit der Entdeckung und Erschließung der Casimirquelle begann die Entwicklung des Heilbades Liebenstein. Seine Blütezeit erlebte es mit der Entwicklung zur Sommerresidenz der Meininger Herzöge. Das historische Kurensemble mit Comödienhaus, Palais Weimar, Wandelhalle, Hotel Kaiserhof und der Villa Feodora, vermittelt einen Eindruck von der früheren Pracht. Heute untermauern drei hervorragende Kliniken für Rehabilitation und Vorsorge den Status als Gesundheitskompetenzzentrum.

Wanderpaar an der Barockkirche Steinbach und dem Heimatstübchen
Heimatstube und Barockkirche

Steinbach

Das rustikale Bergdorf Steinbach verbindet Handwerkstradition und Zukunftsvisionen für den ländlichen Raum. Im Jahr 2017 und 2018 hat das Bergdorf beim Wettbewerb »Unser Dorf hat Zukunft« teilgenommen. Auf Regionalebene konnte Steinbach für die Region Südthüringen den Sieg erringen, auf Landesebene ergatterte es für sein Wasserradprojekt »Wasser zu Licht« einen Sonderpreis.

Beim monatlichen Zukunftsstammtisch sprechen die Bürgerinnen und Bürger die Probleme des demografischen Wandels und des Miteinander an, entwickeln Ideen und finden Lösungen. Am 4. Mai 1521 wurde Martin Luther ganz in der Nähe im Glasbachgrund entführt und auf die Wartburg verschleppt. Weithin sichtbar ist die Barockkirche am Fuße des steilen Bergfriedhofs. Im Messerstübchen gibt es die originalen Steinbacher Messer zu kaufen, produziert im Messerhaus, das Bier der Stupps Brauerei sowie weitere Produkte aus der Region und ein Sortiment des Thüringer Wald Shops.

Beklebung einer Flasche mit dem Etikett der Stupps Brauerei in Steinbach
Stupps Brauerei Steinbach
Fröbelgrab mit Blick auf den Friedhof Schweina
Fröbelgrab Friedhof Schweina

Schweina

Im Ortsteil Schweina gründete Friedrich Fröbel die erste Kindergärtnerinnenschule der Welt und fand hier zudem seine letzte Ruhestätte. Den Ortsteil durchzog über Jahrzehnte ein Gründergeist, der heute wieder neu erwacht. Mit der Altensteiner Höhle, dem Barockschloss Glücksbrunn, dem Maßstabwerk und der Kinder- und Jugendkunstschule hat Schweina touristisch und kulturell viel zu bieten.

Beim »Campus.Schweina« treffen sich mehrmals im Jahr Bürgerinnen und Bürger des Ortsteils, Mitarbeiter der Stadtverwaltung und Akteure. Gemeinsam suchen sie Lösungen, sammeln Ideen und entwickeln Konzepte für die Ortskernentwicklung in Schweina. Aktuell entsteht ein sogenanntes energetisches Quartierskonzept, das dem Ort als Arbeitsleitfaden in Sachen Energieversorgung, Energieffizienz, Energieverbrauch usw. dienen wird. Die Erstellung des Konzeptes wird zu 95 Prozent durch die Programme »Energetische Stadtsanierung« (KfW) und »Klima Invest« (Thüringer Aufbaubank) gefördert.

Ehemalige Pfeifen- und Holzfabrik Schweina
Ehemalige Pfeifen- und Holzfabrik Schweina
Drohnenaufnahme Ortsteil Bairoda, umgeben von Wald und Natur
Luftaufnahme Ortsteil Bairoda

Bairoda

In der Mitte des Ortsteils Bairoda steht die »1.100-jährige Linde«, die erstmals urkundlich 913 als Grenzbaum zwischen zwei Herrschaftsgebieten erwähnt wird. Ob es noch die gleiche Sommerlinde wie damals ist, ist nicht überliefert. Der als Naturdenkmal ausgewiesene Baumveteran hat trotz seines hohlen Stamms eine neue mächtige Krone ausgebildet. Daneben markiert ein hessisch-preußischer Grenzstein die historische Grenze.

Meimers

Bis heute prägt die landwirtschaftliche Tradition und Höfestruktur den idyllischen Ortsteil südlich von Bad Liebenstein: Aktiv betrieben werden zum Beispiel der Bioland Lindenhof, ein vielseitiger familiengeführter Bauernhof, und der Reiterhof Gustke auf der Sorga. Traditionell wird im Landgasthof »Zur guten Quelle« noch geschlachtet und Wurst gemacht und die Klöße nach Thüringer Überlieferung von Hand zubereitet. Im neuen Hofladen gibt es allerlei Hausgemachtes und weitere regionale Produkte.

Bioland Bauernhof Lindenhof Meimers mit Pferd, Kind und Eltern
Bioland Lindenhof Meimers